Name: Ingulf Kohlweiss

Funktion: Leiter des Fachbereiches „Ausbildung“

Geburtsjahr: 1982

Heimatort: Salzburg

Fechterischer Werdegang: Ich begann mit Schwertkampf 2001 in Klagenfurt. Damals waren wir eine kleine überschaubare Runde voller Begeisterung für Schwertkampf. Den Unterschied zwischen Schaukampf und historischem Fechten kannten wir nicht, war für uns auch nicht so wichtig. Die Schwerter waren aus Stahl, wir schlugen drauf und es machte Spaß.

Heute bin ich Obmann und Trainer von INDES Salzburg. Pro Woche kommen wir auf ca. 7 Trainingseinheiten in unterschiedlichen mittelalterlichen Waffen. Ich selbst leite einen Großteil dieser Kurse. Wir haben eine Forschung und Entwicklungs Abteilung, die Quellenarbeit leistet und unser Trainingssystem auf dem neuesten Stand hält. Wir veranstalten Fechtvorführungen, Lehrgänge und Trainingscamps. Ich selbst versuche so oft es mir möglich ist auf internationalen Events dabei zu sein, um mit anderen begeisterten historischen Fechtern zu trainieren und Austausch zu betreiben.

Austausch mit asiatischen Kampfkünstlern oder modernen Sportfechtern bereitet mir Spaß und hilft mein Kampfkunstverständnis zu erweitern. Selbst schnuppere ich immer wieder in andere Kampfkünste/Kampfsportarten und habe Boxen, Judo, MMA, BJJ, Kenjutsu, Tai Chi, Ju Jutsu und Sportfechten trainiert. Schaukampf zu betrachten oder selbst Vorführender zu sein empfinde ich als Auflockerung und schöne Abwechslung zu meinem Kampfkunststreben.

Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden. So beschäftige ich mich neben dem europäischen Kampfkunsttraining auch mit Themen wie Yoga, Feldenkrais, Pilates, Tanz, Kraft- und Ausdauertraining, Bergsteigen & Klettern.

Die Sporthalle ist mir zu einem zweiten Zuhause geworden. Ich versuche so oft es geht in ihr zu sein, wobei ich pro Woche meist zwischen 10 und 20 Stunden zusammenbringe. Eine schöne Sache.

Zwischen damals und heute ist viel geschehen. Die Schwerter sind zwar noch immer aus Stahl, wir schlagen noch immer drauf und es macht noch immer Spaß. Aber irgendetwas ist dennoch anders. Ich denke wir haben mehr System, Bewusstsein und Kontrolle in unserem Tun.